Wenn die Sicherheit wankt – wie du mit Sorgen um Arbeit und Zukunft umgehen kannst
Die aktuelle wirtschaftliche Lage verunsichert viele Menschen zutiefst. Vielleicht spürst du es selbst: Die Gedanken kreisen, der Schlaf wird unruhiger, die Angst vor dem, was kommt, sitzt dir im Nacken. Manche fürchten um ihren Arbeitsplatz, andere sind bereits freigestellt oder entlassen worden. Bei drohendem Jobverlust überlagern Existenzängste und das Gefühl von Kontrollverlust schnell die Planung konkreter Maßnahmen. Das kann sehr belastend sein.
Zuerst: Deine Sorgen sind berechtigt. Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn dich diese Zeit Kraft kostet. Im Gegenteil – sie zeigt, wie wichtig dir Sicherheit, Verantwortung und Zukunftsperspektiven sind. Gleichzeitig ist es entscheidend, dass Existenzängste nicht dein ganzes Denken übernehmen und deine Handlungsfähigkeit lähmen.
Ein erster Schritt ist, zwischen dem zu unterscheiden, was du beeinflussen kannst, und dem, was außerhalb deiner Kontrolle liegt. Den drohenden Jobverlust kannst du vielleicht nicht ändern. Sehr wohl aber kannst du beeinflussen, wie du mit ihm umgehst. Struktur im Alltag hilft: feste Zeiten zum Aufstehen, für Bewegung, für Bewerbungen oder Weiterbildung – und genauso bewusst eingeplante Pausen. Das gibt deinem Tag Halt, wenn du dich auf äußere Sicherheiten nicht mehr verlassen kannst.
Sprich über das, was dich bewegt. Viele ziehen sich aus Scham oder Angst zurück, doch genau das verstärkt den inneren Druck. Ein offenes Gespräch – mit vertrauten Menschen oder in einem geschützten Rahmen – kann enorm entlasten. Oft merken wir dabei: Ich bin nicht allein. Andere kämpfen mit ähnlichen Gedanken und Fragen.
Vielleicht ist diese Phase – so hart sie sich anfühlt – auch ein Moment des Innehaltens. Was passt noch zu mir? Was kostet mich seit Jahren Energie? Was wollte ich „irgendwann einmal“ ändern? Viele Menschen sind sich über ihre vermeintlichen Schwächen bewusst – und wissen zu wenig um ihre Stärken. Wie ist das bei dir?
Nicht jede Krise ist eine Chance, aber sie kann ein Wendepunkt sein, wenn wir beginnen, ehrlich hinzuschauen. Kleine Schritte reichen: ein neues Interesse erkunden, Kompetenzen bewusst machen, Optionen sammeln – ohne sofort eine perfekte Lösung finden zu müssen.
Manche Menschen empfinden es als hilfreich, sich in diesem Prozess begleiten zu lassen. Bei Neustart-Kompass triffst du Menschen, die genau an diesem Punkt stehen. In einem wertschätzenden, moderierten Umfeld hast du die Möglichkeit, dich auszutauschen, Fragen zu stellen, deine Gedanken zu sortieren und so Schritt für Schritt wieder Orientierung zu gewinnen. Nicht für schnelle Patentrezepte, sondern um Halt, Klarheit und neue Perspektiven zu ermöglichen.
Du bist mehr als deine aktuelle berufliche Situation. Wenn du gerade das Gefühl hast, der Boden unter den Füßen wankt: Du musst da nicht „stark durch“. Es ist erlaubt, Unterstützung anzunehmen. Lösungen entstehen selten über Nacht, aber sie entstehen – oft dort, wo man wieder beginnt, sich selbst an die erste Stelle zu setzen.
